Geschichte

Vorläufer der heutigen bekannten Leverpostej gab es bereits im

Mittelalter. In dieser Zeit bestand Leverpostej aus Fleisch und

Speck im Teig gebacken mit Anteilen aus Leber. Diese war nicht

streichbar und auch nicht jedermanns Kost. Zum ersten Mal

wurde streichbare Leverpostej aus Frankreich im Jahre 1833

nach Dänemark importiert. Die Gänseleberpastete (Foie Gras)

wurde sowohl in der streichfähigen Form als auch in der in Teig

gebackenen Form zu einem Preis, den nur eine kleine

Oberschicht bezahlen konnte, verkauft.

 

Im Jahr 1847 bekam der Franzose Louis François Beauvais die

Erlaubnis, Leverpostej französicher Art, in seinem

Ladengeschäft in der Østergade in Kopenhagen zu verkaufen.

Er produzierte Schweine-Leverpostej, welche er erfolgreich an

die reicheren kopenhagener Einwohner verkaufte. Der Preis für

die Leverpostej war immer noch sehr hoch. Für ein halbes Kilo

musste ein Arbeiter mit seinem halben Tageslohn bezahlen.

Heute kostet die gleiche Menge weniger als ein 10-Minuten-

Durchschnittslohn.

 

Nach 1847 konnte man Leverpostej in vielen Kaufmannsläden in

Kopenhagen erhalten. Ab etwa 1900 ging die Produktion auf

Leverpostej-Fabriken über.

 

Während des Zweiten Weltkriegs war die Zahl der

geschlachteten Schweine niedrig und Produzenten versuchten,

Leber mit verschiedenen Surrogaten zu ersetzen – dies grenzte

an Betrug. Der Staat reagierte, indem eine Standardisierung der

Leverpostej durchgesetzt wurde. Gleichzeitig wurde ein

maximaler Verkaufspreis (3,40 Dkr / kg) festgesetzt. Die

Leverpostej wurde ein wichtiger Bestandteil der Ernährung im

Alltag für alle Bürger.

 

Seit den 60er Jahren wird die in Aluschalen gebackene

Leverpostej in den neuen Supermärkten zum Verkauf angboten.

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Today Royal Leverpostej A/S supply leverpostej to all the major Danish Supermarket chains